SIEDLUNG WIENERFELD WEST

WIEN

Auslober: Stadt Wien – Wiener Wohnen
Leistungsbild: Wettbewerb (offener 1-stufiger Realisierungswettbewerb)

Daten

Kategorien: Wohnen / Neubau
Status: Wettbewerb
Leistungszeitraum: 2022
Bruttogeschoßfläche ges.: 43.978 m²
Bruttogeschoßfläche oi: 31.210 m²
Bruttogeschoßfläche ui: 12.768 m²
Bruttorauminhalt: 96.534 m³
Nutzfläche gesamt: 24.560 m²
Nutzung: 331 Wohnungen, 1 Nahversorger
Geschoßanzahl: 3 (+1UG)
Höhe: 9.5 m
Kosten:

Projektbeschreibung

Drei Grundmodule in insgesamt fünf Ausprägungen gewährleisten maximale Serialität im Planungs- und Bauprozess. Durch intelligentes Kombinieren der Grundmodule wird ein überzeugendes Maß an Variabilität erreicht – feine Abstufung unterschiedlichster Wohnungsgrößen und Grundrisstypologien.

Variabilität in der Serie

Gleichzeitig wird durch die klare Grundrissstruktur ein höchstmögliches Maß an Flexibilität für spätere Umnutzungen geschaffen, Eventualitäten werden ermöglicht.

Learning from Gründerzeit

Basierend auf Untersuchungen von Wohnungstypologien und den Anforderungen der Industrie wurde ein erprobter Modulraster von 332,5cm entwickelt. Die maximale Modulabmessung von ca. 3,4mx12,0mx2,9m problemlos und ohne Polizeibegleitung anlieferbar

Die Grundrisse wurden innerhalb eines strengen Rastersystems entwickelt. Dieses erlaubt es, die Grundrisse variabel zu kombinieren und auch auf die Länge der unterschiedlichen
Baufelder zu reagieren. Auch in den Sondersituationen wird dieses System möglichst ohne große Abweichung umgesetzt.
Jedes zweite Element nimmt mittels eines Schachtes die Versorgung durch die Haustechnik auf.

Die Baukörper wurden mit drei oberirdischen Geschoßen entwickelt.
Das Erdgeschoß nutzt die gesamte Tiefe und wird mittels eines Mittelgangs erschlossen.
Hier ist jeder Wohneinheit ein Garten zugeordnet.
Die beiden darüber liegenden Geschoße rücken von der Baufluchtlinie an der Erschließungsseite ab. Alle Wohnungen sind „durchgesteckt“. Hier variiert, dem Raster folgend die Tiefe der einzelnen Einheiten.
Der in Form eines Regalsystems davorgestellte Laubengang lässt Raum zwischen der Fassade und der Erschließungszone.
Die Staffelung des Baukörpers im ersten Obergeschoß ermöglicht die Entstehung von gartenähnlichen Situationen in diesem Bereich. Im zweiten Geschoß befinden sich der jeweiligen Wohnung zugeordnete Verbindungsstege. Es entsteht so ein sehr vielfältiger Raum, der auch die Qualitäten einer Begegnungszone aufweist. Diesem gegenüber befinden sich dem Wohnraum zugeordnete Terrassen, die hingegen die Qualität der Abgeschiedenheit aufweisen.

Durch das Staffeln der Volumina werden alle Dächer als Flachdächer ausgebildet. Die einfache Geometrie ermöglicht eine gute Ausnutzbarkeit der Flächen durch die Belegung mit PV-Paneelen.

Keller, Erdgeschoß und Stiegenhäuser werden als Stahlbetonbau gedacht. Die beiden zurückgesetzten Obergeschoße werden in Holzbau gesehen. Das strikte Rastersystem lässt mit seinen Abmessungen eine Vorfertigung als „Boxen“ zu, die je nach Bedarf gekoppelt werden können. Es wurde darauf Wert gelegt, dies auch in den Fassaden ablesbar darzustellen.
Die vorgelagerten Balkone und der Laubengang sind als Stahlbauelemente konzipiert.
Seitlich kommen abschnittsweise geschoßhohe Berankungsgitter als Geländer zum Einsatz, die eine Begrünung ermöglichen.